Die Initiative Fuchstal-Bahn

Der bekannte Teufelskreis Einsparungen beim Fahrplan und bei der Technik, abnehmende Attraktivität beim Komfort, weitere Einsparungen - hat 1984 zur Einstellung des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) zwischen Landsberg und Schongau geführt. Daher engagiert sich die Initiative Fuchstal-Bahn bereits seit 1997 für einen attraktiven SPNV zwischen Landsberg am Lech und Schongau. Die Initiative wurde mit der Gründungsversammlung am 02.07.2001 in Denklingen zu einem eingetragenen Verein und zählt derzeit ca. 40 Mitglieder - Privatpersonen, Firmen und Gemeinden.

Download Satzung Vereinssatzung (Linksklick zum Öffnen, Rechtsklick/Ziel speichern unter zum Download)

Im Mittelpunkt der Bemühungen steht Information und Überzeugungsarbeit durch Kommunikation, Dialog und deren Visualisierung. Mit dem Projekt "Ruethenfest-Shuttle 1999" haben wir nun erstmals unsere Kräfte und die unserer vielen Helfer bündeln können, um den Fahrgästen ein Bild unserer Bahn vermitteln zu können.

Zu den Sonderfahrten:

  • "Ruethenfest-Shuttle"
    Anlässlich des Ruethenfests 1999 fuhr die Initiative Fuchstal-Bahn mit einem Regio-Shuttle in Doppeltraktion erstmals seit 1984 einen Wochenendverkehr. An beiden Betriebstagen wurden mit einem Zweistundentakt 5000 Fahrgäste angelockt! Besser konnte die Resonanz auf unsere "einseitig" fahrgastorientierte Angebotsoffensive gar nicht ausfallen.
    Durch diesen Erfolg ermuntert, fanden am 19./20. Juli wieder Sonderfahrten zum Landsberger Ruethenfest statt. Hier kam der Kinderland-Integral der Bayerischen Oberlandbahn zum Einsatz.

  • Sonderfahrten zum "Schongauer Sommer"
    Am 15.08.2001 nutzten mehr als 1000 Fahrgäste den von der Deutschen Bahn AG gemieteten VT 642 zu einer Fahrt ins Fuchstal. Mit dabei waren auch etwa 100 Radler.

Weiterhin beobachten wir die Entwicklungen beim neuen RegEnt-Konzeptder DB AG und das sog. "Erschließen neuer Geschäftsfelder" der Augsburger Localbahn, welche sich im SPNV auf der Fuchstalbahn engagieren könnte, zumal sie bereits mit großem Erfolg den Güterverkehr auf der Strecke betreibt. Organisatorisch und in Anbetracht der Synergieeffekte wäre dies sicherlich eine sehr interessante Lösung.

Derzeit treibt die Bayerische Eisenbahngesellschaft die verkehrliche Aufgabenstellung für die Verlängerung der Regionalbahn Kaufering-Landsberg bis zum geplanten Haltepunkt Landsberg-Süd voran, wobei sie im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Technologie und Verkehr zusammen mit der Deutschen Bahn AG und der Stadt Landsberg die Lage und Ausstattung der Haltepunkte sowie den Betriebsablauf klärt.
Dies würde die Reaktivierung der ersten zwei Kilometer der Fuchstalbahn darstellen.